Pflege - Wir können es nicht ändern, nur besser machen

Ihre Familie ist der Mittelpunkt Ihres Lebens und es ist wichtig, dass es ihr gut geht. Denn gerade vor unerwarteten Schicksalsschlägen können Sie sich nur schwer schützen. Immerhin können Sie sich nicht nur gegen die Folgen im Pflegefall absichern, sondern auch die Ungewissheit für Sie und Ihre Liebsten ausschließen.

Da das Thema Pflege einen immer größeren Stellenwert bekommt, haben wir für Sie ein paar wichtige Fakten zusammengefasst.

Die 7 Pflege-Irrtümer

1. Ich werde kein Pflegefall

Fakt ist: Mehr als jeder zweite Mann und drei von vier Frauen werden ab dem 30. Lebensjahr im weiteren Lebensverlauf pflegebedürftig. Bei Ehepaaren beispielsweise trifft es somit mit fast 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit mindestens einen von beiden.

2. Wenn ich gepflegt werden muss, dann erst im hohen Alter

Fakt ist: Jeder fünfte Pflegebedürftige ist heute jünger als 65 Jahre.

3. Wenn ich gepflegt werde, dann nur kurz

Fakt ist: Die durchschnittliche Pflegedauer über alle Altersgruppen hinweg liegt bei 6,7 Jahren (Männer knapp 7 Jahre/Frauen 6,4 Jahre).

4. Ich werde von meiner Familie gepflegt

Fakt ist: Drei Viertel der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, rund 70 % davon ausschließlich durch Angehörige. Zukünftig wird dies wegen der demografischen Entwicklung und sich verändernder Familien- und Haushaltsstrukturen allerdings immer schwieriger werden.
 

5. Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht aus

Fakt ist: Das glauben 44 % der Bevölkerung. Tatsächlich reicht diese bei Weitem nicht aus und stellt allenfalls eine „Teilkasko“-Absicherung dar. Je nach Versorgungsart und Pflegegrad kann schnell eine Eigenbeteiligung von 1.500 EUR und mehr pro Monat entstehen, die dann privat zu finanzieren ist.
 

6. Die Pflegekosten kann ich selbst aus meinem Einkommen oder Vermögen zahlen

Fakt ist: Viele Pflegebedürftige sind auf Sozialhilfe angewiesen, besonders bei vollstationärer Pflege. Hier ist jeder Dritte von ihr abhängig. Die Sozialämter versuchen grundsätzlich, sich das Geld zurückzuholen, und prüfen daher immer, ob gegebenenfalls nahestehende Familienangehörige unterhaltspflichtig sind. Das können situationsabhängig Ehe-/Lebenspartner, Kinder und Eltern sein.
 

7. Ich habe doch schon eine private Pflegezusatzversicherung

Fakt ist: Das glaubt fast jeder Vierte. Doch offenbar verwechseln hier viele die gesetzliche Pflegeversicherung mit einer privaten Pflegezusatzversicherung. Letztere haben nämlich erst etwa 4 % der Bevölkerung.
 

Die Folgen für Sie und Ihre Angehörigen
  • Gefahr der partiellen Verarmung der Kinder- und Enkelgeneration
  • Verlust des eigenen Vermögens: Denn für Ehegatten, Kinder, Enkel und Eltern besteht eine gesetzliche Unterhaltspflicht. Das Sozialamt geht in bestimmten Fällen in Vorleistung, fordert die Ausgaben bei unterhaltspflichtigen Angehörigen jedoch wieder ein.
  • Die durchschnittliche verbleibende Lebenserwartung eines Pflegebedürftigen beträgt fünf bis sieben Jahre.
  • Dadurch ergeben sich bei einem monatlichen Eigenanteil von rund 2.160 € über die Jahre Kosten zwischen 129.600 € und 181.440 €!

Vermutlich hatten Sie bis jetzt die Kosten der Pflege gar nicht auf dem Schirm. Aber spätestens jetzt ist eins klar: Wir können Ihre persönliche Gesundheit nicht ändern, aber wir können Ihnen die finanziellen Sorgen nehmen.

Also, verlassen Sie sich bitte nicht nur auf die staatliche Pflegeversicherung, sondern nehmen Sie sich die Zeit und kümmern Sie sich frühzeitig um Ihre Zukunft!

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